Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Fortschritt mit Tradition

Fortschritt mit Tradition: die Geschichte der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

Die Martin - Luther - Universität und ihre Wirtschaftswissenschaften blicken auf eine lange Tradition zurück, die eng mit dem Fortschritt in Wissenschaft und Gesellschaft verbunden ist. Schon bald nach ihrer Gründung im Jahre 1502 wurde die Leucorea in Wittenberg zum Ausgangspunkt der Reformation. Die Universitätsgründung in Halle im Jahre 1694 war neuen Ideen und dem wissenschaftlichen Fortschritt verpflichtet. Diese Tradition ist auch heute prägend für die hallesche Universität.

Bereits 1727 wurde in Halle erstmals an einer deutschen Universität eine Professur für Ökonomie-, Polizey- und Cammersachen eingerichtet und die Untersuchung wirtschaftswissenschaftlicher Themen aufgenommen. Später haben hallesche Gelehrte mit ihren Leistungen auf dem Gebiet der Ökonomie die Universität in Deutschland und weit darüber hinaus bekannt gemacht. Zu nennen sind etwa Ludwig Heinrich Jakob, ein Mitbegründer der Finanzwissenschaft, und Gustav Schmoller sowie Johannes Conrad, die als Ratgeber der Politik die Reformen des 19ten Jahrhunderts wesentlich beeinflußt haben. Mit Erich Gutenberg, der 1921 in Halle promoviert wurde, begann schließlich auch einer der Vordenker der Betriebswirtschaftslehre seine wissenschaftliche Karriere in Halle.

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät knüpft nach der Umstrukturierung und Neugründung im Jahre 1993 an diese Traditionen an. Sie bietet in vier Diplom Studiengängen eine moderne wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung, die durch zusätzliche international orientierte Angebote ergänzt wird. Das wissenschaftliche Profil ist gekennzeichnet durch die enge Integration von Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkten in den Bereichen der Unternehmensberatung, des Electronic Business sowie der quantitativen Wirtschaftsanalyse und Politikberatung. Dies sind die drei Kompetenzzentren der Fakultät, in denen heute Lösungen für die Wirtschaft von morgen entworfen werden.

Das Studium an der Fakultät verbindet die Traditionen einer alten Universitätsstadt mit der Modernität einer Fakultät, die in den 90er Jahren mit hohem Aufwand wieder aufgebaut worden ist. Bibliothek und technische Ausstattung sind auf dem neuesten Stand. Am wichtigsten ist aber wohl der enge Kontakt zwischen Professoren, Mitarbeitern und Studenten, wie er nur an einer nach der Zahl der Studenten eher kleinen Fakultät möglich ist.

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